Vom AKW Fessenheim will EWB nur noch bis 2013 Strom beziehen. ... Es handelt sich um eine Unterbeteiligung, direkt an Fessenheim beteiligt ist ...
------------------------------------------------------------------------------------------------------
In Sachen Straßburg-Demo am
15. Okt. müssen wir auch auf der badischen Rheinseite
langsam in die Gänge kommen. Ich finde es gut dass jetzt
die franz. Gruppen etwas
organisieren...
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-demo-aktion.html
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
hier die kluge, analytische Fessenheim-Rede von André Hatz, Mitglied bei Stop Fessenheim, bei der Anti-AKW-Fessenheim Brückenaktion, Breisach am 18.09.2011
(Deutsche Übersetzung)
Prise
de parole André Hatz
Dimanche 18 septembre 2011
Pont de
Neuf-Brisach – Breisach
Liebe Freunde,
Eure
Anwesenheit zeugt von unserem gemeinsamen Willen, die endgültige
Stilllegung des AKWs Fessenheim durchzusetzen. Im Namen des Vereins
Stop-Fessenheim danke ich euch dafür.
Dieses alte, müde
und im Sterben liegende AKW ist zurzeit völlig still
gelegt:
seit dem 16. April wird der Reaktor N. 2 wie alle 10 Jahre
inspiziert ;
seit dem 30. Juli wird der Reaktor N.1 mit neuen
Brennstäben aufgeladen.
Und trotzt dieser völligen
Stilllegung musste sich bisher niemand mit der Kerze erhellen!
Das
AKW Fessenheim, das nur 2 % der französischen Stromproduktion
liefert, ist nicht nur unnütz, sondern auch gefährlich:
es
produziert chemische und radioaktive Abfälle;
der Stahl, aus
dem die Reaktoren bestehen, wird seit 33 Jahren von Neutronen
bombardiert und hat sich abgenutzt. Zwar kann man Rohre erneuern und
das Gebäude neu anstreichen, aber man kann die Reaktoren nicht
austauschen;
außerdem kombiniert das AKW sowohl erwiesene
Erdbeben- als auch Überschwemmungsrisiken, da es sich 8 Meter
unter dem Niveau des Grand Canal d’Alsace befindet;
die
Gebäude des AKWs würden einem Flugzeugabsturz nicht
standhalten (vergessen wir nicht, dass sich der Flughafen
Basel-Mülhausen nicht weit von Fessenheim
befindet) ;
hinzukommt, dass das Betonfundament, auf dem das
AKW gebaut wurde, nur 1,50 Meter dick ist. Darunter befindet sich der
größte Grundwasserspiegel Europas! Wenn man bedenkt, dass
das Betonfundament von Fukushima trotz seiner 8 Meter Dicke nicht
standgehalten hat, kann man nur Angst um die ganze Region von Basel
bis Rotterdam bekommen!
Das Risiko ist dermaßen
hoch, dass die Autorité de Sureté Nucléaire, die
sich sonst sehr wohlwollend gegenüber der Atomlobby zeigt, die
weitere Betreibung nur erlaubt, wenn das Fundament verstärkt
wird. Diese Aufgabe ist so gigantisch, dass der französische
Stromkonzern hätte einsehen müssen, dass die Schließung
Fessenheims unausweichlich ist.
Aber nein, der Direktor des AKWs
erklärt uns, dass diese pharaonischen Arbeiten zu
amortisierbaren Kosten ausgeführt werden können.
« amortisierbar ». Was heißt das? Sollen
wir Steuerzahler den ideologischen Wahnsinn unserer Nukleokraten
bezahlen? Das kommt überhaupt nicht in Frage, Herr Rosso!
Sie
wagen es sogar, Herr Direktor, zu behaupten, dass eine Zentrale im
Laufe der Zeit durch die gesammelten Erfahrungen immer sicherer
wird:
Wollen Sie tatsächlich behaupten, dass die Zentrale
von Fessenheim mit viermal so vielen Zwischenfällen wir
anderenorts, viermal sicherer ist?
Während es für alte
Autos, eine Schrottprämie gibt, damit jeder Bürger sauber
und sicher fahren kann, spielt die Regierung mit unserer Sicherheit,
indem sie an einer Technologie festhält, die wesentlich
gefährlicher und tödlicher ist als unsere lieben Autos :
Glauben Sie wirklich, dass die Bürger dumm sind?
Angesichts
des Wahnsinns unserer Entscheidungsträger müssen die Bürger
Widerstand leisten. Zahlreiche Aktionen der elsässischen
Bevölkerung, die von unseren deutschen und Schweizer Freunden
unterstützt werden und denen ich an dieser Stelle herzlich
danke, tragen allmählich ihre Früchte:
im Elsass
haben 38 Gemeinden Anträge gestellt, um die sofortige
Abschaltung des AKWs zu fordern ;
7 Gemeinden fordern eine
allmähliche Schließung ;
und 420 elsässische
Abgeordnete haben sich persönlich in einem feierlichen Aufruf an
die Regierung und den Präsidenten der französischen
Republik engagiert und die Stilllegung des AKWs gefordert.
Diese Aktionen waren nicht umsonst, denn wir haben nicht nur
eine, sondern sogar drei offizielle Antworten bekommen:
am 27.
Mai hat uns der persönliche Referent des Präsidenten
geantwortet, « Herrn Nicolas SARKOZY liegt sehr
daran, Ihnen zu versichern, dass der französische Nuklearkomplex
technisch exzellent und der Maßnahmenkatalog für die
Sicherheitsvorkehrungen vollkommen transparent ist ».
am
21. Juni hat uns Nathalie KOSCIUSKO-MORIZET geantwortet:
«
Das AKW Fessenheim wird demnächst angesichts seines Alters und
seines Standortes im Rahmen von zusätzlichen
Sicherheitsbeurteilungen einer bevorzugten und besonders
gewissenhaften Prüfung durch das ASN und das lnstitut de
radioprotection und der sûreté nucléaire (IRSN)
unterworfen. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht
und können dann im Rahmen lokaler Informationsdiskussionen
debattiert werden. »
Jetzt lese ich euch den 3.
Brief von Matignon (Sitz des Premierministers) vor. Er wurde am 27.
Juli geschrieben :
« Herr François FILLON
hat ihre Ansichten und Argumente zur Kenntnis genommen. Er hat mich
damit beauftragt, sie darauf hinzuweisen, dass die Autorité de
sûreté nucléaire (ASN) Anfang Juli nach der
Zehnjahresinspektion, die von Ende 2009 bis Anfang 2010 stattfand,
notwendige Sicherheitsvorschriften für die weitere Betreibung
des Reaktors Nummer 1 aufgestellt hat. Diese Entscheidung gibt keinen
Hinweis auf eventuelle Aktionen, die die Autorité de sureté
nucléaire nach einer zusätzlichen Sicherheitsuntersuchung
fordern wird. Der Premierminister hat nach der Katastrophe von
Fukushima um eine erneute Untersuchung gebeten. »
Es
ist bemerkenswert, wie man in den 3 offiziellen Briefen nach und nach
von der Gewissheit des Präsidenten zu einer großen
Vorsicht übergeht. Das ist dermaßen ungewohnt, dass man
sich fragen muss:
will man uns einlullen, uns über die Ohren
hauen?
oder aber hat die Regierung endlich erkannt, welches Risiko
Fessenheim darstellt und wie entschlossen die Elsässer,
Schweizer und Deutschen sind, eine Verlängerung nicht
hinzunehmen ?
Wir müssen aber auch verstehen, dass die
Angestellten des AKWs beunruhigt sind. Viele von ihnen fürchten
um ihren Arbeitsplatz. Deshalb müssen wir ihnen zusammen mit den
Gewerkschaftlern klarmachen, dass es sich hier um eine nicht zu
vergeudende Chance handelt! Fessenheim muss das erste
stillgelegte AKW sein, damit es eine Pilotanlage für den Abbau
werden kann und damit die hiesigen Arbeitsplätze für die
nächsten 20, 30 oder 40 Jahre gesichert sind.
Gewerkschaftler
und Abgeordnete, in diesem Kampf brauchen wir eure
Unterstützung!
Bürger und Bürgerinnen: wir
müssen uns mobilisieren:
Treffpunkt jeden Mitwoch um 18.30
Uhr auf dem Champ de Mars in Colmar, wo gegenüber der Prefektur
eine Bürgerwache gehalten wird.
Am 15. Oktober finden weitere
Aktionen statt, die vom Réseau Sortir du Nucléaire
organisiert werden. (à préciser) :
Zum
Schluss möchte ich euch alle bitten, eine Schweigeminute
einzulegen. Wir widmen sie:
allen Opfern von Tchernobyl, wobei wir
besonders an die denken, denen vor einigen Tagen das Recht vom
französischen Staat verweigert wurde
allen Opfern von
Fukushima, wobei wir besonders an die kontaminierten Kinder denken.
Die Staatslüge über Kernenergie ist universell!
Sobald
die Schweigeminute beendet ist, bitte ich euch alle eure Wut
herauszuschreien, damit unsere Politiker begreifen, dass endlich
Schluss sein muss mit Fessenheim und der Kernenergie
------------------------
(Französischer
Originaltext)
Prise
de parole André Hatz
Dimanche
18 septembre 2011
Pont
de Neuf-Brisach – Breisach
Chers
amis,
Votre
présence témoigne de notre volonté commune
d’imposer la fermeture définitive de la centrale
nucléaire de Fessenheim, je vous en remercie au nom de
l’association Stop-Fessenheim.
Cette
vieille centrale, moribonde et fatiguée, est actuellement à
l’arrêt total :
depuis
le 16 avril, le réacteur n° 2 est en visite
décennale ;
depuis
le 30 juillet, le réacteur n° 1 est en maintenance pour
rechargement de combustible.
Et
pourtant, malgré cet arrêt complet, personne ne
s’éclaire à la bougie !
Fessenheim,
qui ne représente que 2 % de la production électrique
française, est non seulement inutile, mais est surtout
dangereuse :
elle
émet des rejets chimiques et radioactifs ;
l’acier
des réacteurs, bombardé de neutrons depuis 33 ans,
s’est fragilisé. Or, on peut changer des tuyaux ou
refaire les peintures du bâtiment, mais on ne peut pas changer
les réacteurs ;
la
centrale combine à la fois des risques sismiques avérés
et de graves risques d’inondation, puisqu’elle est
implantée à 8 mètres sous le niveau du Grand
Canal d’Alsace ;
les
bâtiments ne résisteraient à aucune chute d’avion
de ligne (rappelons que Bâle-Mulhouse est juste à
côté) ;
et,
de plus, le radier en béton sur lequel repose la centrale de
Fessenheim n’a que 1,50 mètres d’épaisseur.
En-dessous, se trouve la plus grande nappe phréatique
d’Europe ! Lorsque l’on sait que le radier de
Fukushima n’a pas résisté, malgré ses 8
mètres d’épaisseur, on a peur pour toute la
région, de Bâle jusqu’à Rotterdam !
Le
risque est tellement important que l’Autorité de Sureté
Nucléaire, habituellement bien intentionnée envers le
lobby nucléaire, vient de conditionner la poursuite
d’exploitation au renforcement de ce radier. La tâche est
tellement gigantesque, tellement démesurée, qu’EDF
aurait logiquement dû y renoncer et comprendre enfin que la
fermeture de Fessenheim s’impose.
Or,
voici que le directeur de la centrale nous affirme que ces travaux,
pourtant pharaoniques, pourraient être réalisés à
un coût « absorbable ». Absorbable ?
Ça veut dire quoi ? Que nous, les contribuables, nous
allons devoir payer la folie idéologique des nucléocrates ?
Il n’en est pas question, Monsieur Rosso !
Vous
osez même, Monsieur le Directeur, affirmer qu’une vieille
centrale devient plus sûre au fil du temps, avec ce que vous
appelez « le retour d’expérience » :
Oseriez-vous
dire qu’avec quatre fois plus d’incidents qu’ailleurs,
la centrale de Fessenheim est quatre fois plus sûre ?
Tandis
qu’une automobile âgée mais néanmoins
inoffensive fait l’objet de mesure de primes à la casse
pour que chaque citoyen puisse rouler propre et sécurisé,
notre gouvernement joue avec notre sécurité en faisant
perdurer une technologie autrement plus dangereuse et mortifère
que nos chères autos : Prenez-vous vraiment les citoyens
pour des imbéciles ?
En
face de la folie des décideurs, la résistance citoyenne
s’organise. Les nombreuses manifestations de la population
alsacienne, largement appuyée par nos amis Suisses et
Allemands que je remercie très vivement, commencent à
porter leurs fruits :
38
collectivités et communes d’Alsaces ont adopté
des motions pour exiger la fermeture immédiate de
Fessenheim ;
7
autres demandent sa fermeture programmée ;
et
420 élus d’Alsace se sont personnellement engagés
dans un Appel solennel au Gouvernement et au Président de la
République pour exiger l’arrêt de la
centrale.
Cette
démarche n’a pas laissé indifférent,
puisque nous n’avons pas reçu une, mais trois réponses
officielles :
le
27 mai, le chef de cabinet du Président de la République
nous répondait « Monsieur Nicolas SARKOSY tient à
vous assurer de l’excellence technique et de la transparence
totale du dispositif de sureté du parc nucléaire
français ».
le
21 juin, c’est Nathalie KOSCIUSKO-MORIZET, qui nous a répondu
:
«
Compte tenu de son âge et de sa localisation, la centrale de
Fessenheim fera l'objet, dans le cadre des évaluations
complémentaires de sûreté, d'un examen
prioritaire et particulièrement attentif de la part de I'ASN
et de l'lnstitut de radioprotection et de sûreté
nucléaire (IRSN). Les résultats en seront rendus
publics et pourront être débattus dans le cadre de la
commission locale d'information. »
Je
vous lis le 3ème courrier, qui nous vient de Matignon. Il date
du 27 juillet :
«
Monsieur François FILLON a pris note de votre démarche
et des arguments qui la motivent. Il m'a chargé de vous
indiquer que I'Autorité de sûreté nucléaire
(ASN) a arrêté, début juillet, les prescriptions
de sûreté nécessaire à la poursuite du
fonctionnement du réacteur n°1 de Fessenheim après
la visite décennale effectuée fin 2009 - début
2010. Cette décision ne préjuge pas des éventuelles
actions que I'Autorité de sureté nucléaire
pourra engager après l'évaluation complémentaire
de sûreté que le Premier Ministre a demandé de
mener pour tenir compte de la catastrophe de Fukushima. »
Ainsi,
et c’est remarquable, on est passé au fil de 3 courriers
officiels, des certitudes présidentielles à une extrême
prudence. C’est tellement inhabituel qu’il faut
s’interroger :
veut-on
nous endormir, nous rouler dans la farine ?
ou
bien, le Gouvernement a-t-il enfin pris la mesure du risque de
Fessenheim et de la détermination des Alsaciens, des Suisses
et des Allemands à refuser les prolongations ?
Aujourd’hui,
nous devons prendre en compte les inquiétudes des salariés
de la centrale nucléaire de Fessenheim. Car, c’est
normal, certains craignent pour leur emploi. Alors, vous les amis,
vous les syndicalistes, dites-leur de ne pas se tromper de combat !
Il y a une opportunité à ne pas rater : pour que
Fessenheim puisse devenir le site-pilote du démantèlement
et ainsi garantir l’emploi local pour 20, 30 ou 40 ans, il faut
que Fessenheim soit la première centrale à fermer !
A
vous les syndicalistes, à vous les élus, d’oser
porter à nos côtés ce combat !
A
nous tous, citoyens, de continuer de nous mobiliser :
Rejoignez-nous
tous les mercredis soirs à 18h00 au Champ de Mars de Colmar,
près de la Préfecture, pour une veille
citoyenne.
Participez
le 15 octobre prochain aux actions qui seront organisées par
le Réseau Sortir du Nucléaire. En Alsace, nous nous
rassemblerons à Strasbourg, sur le parvis de la cathédrale
pour dessiner un trèfle nucléaire géant. Mais
nous diffuserons des infos complémentaires plus
tard.
Enfin,
pour terminer, je vous invite tous à une minute de silence.
Elle est dédiée :
à
toutes les victimes de Tchernobyl, avec une pensée
particulière à tous ceux qui sont de surcroît
victime du récent déni de Justice prononcé par
la France
et
à toutes les victimes de Fukushima, avec une pensée
particulière pour les nombreux enfants contaminés. Le
mensonge d’état au sujet du nucléaire est
universel !
Lorsque
cette minute de silence se terminera, je vous demande de crier votre
colère afin que nos dirigeants comprennent enfin qu’il
faut fermer Fessenheim et sortir du nucléaire !
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/idx-atomenergie-frankreich.html