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AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
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"INES"? -> de.wikipedia.org!

"Ein bisschen Sickerwasser"? 3.000 Liter!

Durch defekte Kabelisolierungen dringt Wasser aus dem umliegenden Erdreich in die elektrische Installation des AKW Fessenheim ein:
Bemerkt hat man dies erst nur als Pfütze. Dann stellt sich heraus, dass der Wasserstand in einem Raum so hoch ist, dass es in einem Elektronik-Schaltkasten zu solch gravierenden Schäden kommt, dass gewisse Anlagenteile nicht mehr gesteuert werden konnten. Immerhin sind durch "das kleine Leck" schon 3.000 Liter Wasser eingedrungen!
5.3.016: Zwischenfall in Fessenheim war ernst
4.3., sueddeutsche.de: Panne im Atomkraftwerk Fessenheim war gravierender als gedacht

"Drei Minuten außer Kontrolle"?
SEHR, SEHR nahe an einer Katastrophe!

Die Betriebsmannschaft merkt, dass weder die Steuerstäbe ein- oder ausgefahren werden können, auch ein Notabschaltungssystem funktioniert nicht mehr. Das alles, als gleichzeitig die Temperatur im Reaktor über 3 Minuten langsam ansteigt und sich nicht automatisch wieder herunterregelt!
"Drei Minuten"? "Nicht viel"? - Wenn man weiß, dass bei der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl eine scheinbar akzeptable Temperaturerhöhung im Reaktor völlig überraschend für das Bedienungspersonal innert Sekunden in eine Explosion mündete, wird verständlich, wie kritisch DREI MINUTEN sein können!















"ENTWARNUNG nach DREI MINUTEN"?

Nachdem das Bedienpersonal begreift, dass es keine direkte Kontrolle mehr über den Reaktor hat, wird vom einberufenen Krisenstab glücklicherweise sehr schnell entschieden, keine weiteren Kompromisse einzugehen, sondern den Reaktor mittels Borsäure-Not-"Dusche" abzuschalten: Ein sehr weitgehender, dramatischer Schritt!
3.4.016, spektrum.de: Rettete Bor das Kernkraftwerk?: "... Eine Borsäure-Abschaltung wurde offenbar europaweit noch niemals für kommerzielle Kraftwerke eingesetzt ...": Das hat gute Gründe!

Borsäure ist HOCH TOXISCH
- Ihr Einsatz nur zur Verhinderung einer nuklearen Katastrophe gerechtfertigt!

Borsäure ist aufgrund ihrer "reprotoxischen" Wirkung als "SVHC" ("Substance of very high concern/besonders besorgniserregender Stoff") eingestuft: Menschen, die mit ihr in Kontakt kommen, bekommen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit missgebildete Kinder!
Die chemische Industrie darf solche Substanzen nur in völlig verschlossenen Apparaturen & völlig verschlossenen Transportbehältern benutzen: Dabei gilt beispielsweise ein typisches Fass wie ein Ölfass als NICHT geschlossen!
Im AKW Fessenheim wurden große Mengen an Borsäure eingesetzt!
Das war zwar richtig, um eine nukleare Katastrophe zu verhindern, ist aber für den Betrieb selbst bereits als "CHEMISCHE KATASTROPHE" zu bezeichnen!

Vertuschen, Kleinreden, Ignorieren - statt ehrlicher, respektvoller & ernsthafter Kommunikation?
DESHALB: "STILLLEGEN JETZT!"

4.3.016: Behörde hat Störfall im AKW Fessenheim heruntergespielt
- Störfall in Fessenheim: Kritik an Vertuschungsversuch

Der Vorfall vom 9.4.014 wurde vom AKW Fessenheim als "Störfall der Kategorie 1" (= "relativ harmlos") eingestuft: asn.fr
EIN SKANDAL!
Es kann nicht sein, dass eine Beinahe-Katastrophe als Lappalie eingestuft wird, nur weil es gerade noch einmal gut gegangen ist. Stattdessen muss das AKW Fessenheim (wie alle AKWs weltweit) sofort stillgelegt werden, so wie es AGUS, TRAS usw. teils seit seiner Inbetriebnahme fordern!
-> fessenheimstop.org: Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. Jetzt!