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AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
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Repowering von Windkraftanlagen

Bild Ein gutes Beispiel für Repowering der Firma Vattenfall. Bild-Quelleninformation
Darunter versteht man einerseits die Um-/Aufrüstung älterer Windanlagen mit neuen (gräßeren) Flügeln sowie effizienteren Generatoren unter Beibehaltung des Turmes und andererseits den Neubau einer Windkraftanlage nach dem kompletten Rückbau einer Altanlage am gleichen Standort. In beiden Fällen geht es darum, die Stromausbeute pro Anlagepunkt durch Windräder der neueren Generation wesentlich zu steigern (teilweise zu Vervielfachen, also z.B. von ehemals 2 MWh auf 10 MWh zu erhöhen) und so die in der Vergangenheit erhaltene Standortgenehmigung auch langfristig zu nutzen.
Da größere Flügellängen oftmals auch höhere Türme benötigen, kann dies zu einem ungewohnten Landschaftsbild führen. Andererseits wird zumeist ein größerer Abstand zwischen den einzelnen Anlagen notwendig, so dass insgesamt nach vollzogenem Repowering auf einem Areal weniger Windräder stehen, also vorher und trotzdem die Stromausbeute erheblich zugelegt hat.

CCS - Carbon Capturing and Storage

Hierbei geht es darum, CO2 in Kavernen unter der Erdoberfläche zu speichern und so die Atmosphäre zu entlasten. Technisch wird das CCS-Verfahren insbesondere bei solchen Prozessen Verwendung finden, wo CO2 als Nebenprodukt einer chemischen Reaktion in großen Mengen/Konzentrationen entsteht und somit vergleichsweise leicht abgetrennt werden kann. Jedoch: Eine Abfangrate von maximal 50% des CO2 aus dem Abgasstrom gilt als technisch machbar. Höhere Raten sind nur sehr aufwändig zu erreichen. Zudem wird schon bei der Abtrennung des CO2 sehr viel Energie (Strom bzw. Brennstoff) eingesetzt, was wiederum die Wirtschaftlichkeit der CSS für reine Wärmebasierten Anlagen wie Heizungen und Kraftwerke stark belastet bzw. sogar unwirtschaftlich macht. Es stehen allerdings nur bedingt verlässliche Wirtschaftsdaten öffentlich zur Verfügung, was eine Beurteilung dieser Technologie erschwert.
Die Aufarbeitung von Kalk (CaCO3) zu Zement (Ca(OH)2) ist wegen der im Prozess erfolgenden Freisetzung des im Gestein gebundenen CO2 eine prädestinierte Anwendung. Die Speicherung des CO2 kann in bereits ausgebeuteten Erdgaslagerstätten erfolgen.

Das Verpressens von CO2 in geologische Endlagerstätten ist technologisch vergleichsweise problemlos machbar. Problematisch ist jedoch die langfristige Sicherstellung der Gasdichtheit des Gesamtsystems auf Grund geologischer Prozesse. Es ist daher auf sehr lange Sicht mit Wartungsaufwendungen zu rechnen (sogenannte 'Ewigkeitskosten'), deren Höhe sehr schlecht abgeschätzt werden kann.

Dampfspaltung (Steam Cracking) von Naphtha als Zwischenstufe zur Herstellung von Kunststoffen

Naphtha ist eine Flüssigkeit und wird in Raffenerien durch Destillation von Erdöl gewonnen, ähnlich wie Benzin und Diesel bzw. Heizöl. Die chemische Spaltung des Naphtha unter Verwendung von Heißdampf (750-900 Grad C) führt zu chemischen Rohstoffen, aus denen u.a. die Massenkunststoffe Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol (Styropor) hergestellt werden.
Die Spaltungsreaktion benötigt große Wärmemengen, die typischerweise durch das Verbrennen von Erdgas bereitgestellt werden. Durch die Verbrennung des Erdgas entsteht CO2, welches normalerweise direkt in die Atmosphäre entlassen wird. Pro kg Kunststoff werden ca. 0.69 kg CO2 emittiert.
Da der eigentliche Produktionsprozess kein CO2 produziert, bietet es sich an, die Wärmegewinnung über alternative Wege wie z.B. mit Strom zu produzieren. Durch Nutzung von EEG-Strom wäre dann diese chemische Reaktion nahezu klimaneutral.