AGUS Markgräflerland e.V.

BIOGAS und BIOALKOHOL
Bioreaktoren zur Erzeugung von Bio-Gas und Bio-Alkohol


-> "Bioreaktor"

Technologie Biogas-Produktion

Zuletzt bearbeitet 12.09.2022  Es handelt sich hier um eine im Detail sehr komplexe Technologie, die aber auf Grund der weiten Verbreitung als etabliert bezeichnet werden kann. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass es auch in absehbarer Zukunft ein signifikanten Optimierungspotential geben wird. Dies auch wegen der Verschiedenheit der Verfahrensvarianten - bedingt durch die breite Varianz der eingesetzen Biomassen.
Zum weitergehenden Studium empfohlen:
* Biogaspartner/Dena: Biomethan bzw. Broschüre dazu

AufarbeitungsverfahrenHilfsmaterialienEinsatz (ca.%)
Druckwasserwäsche (DWW)Wasser30%
Amin-Wäschespezielle Amin-Verbindungen25%
Druckwechseladsorption (PSA=pressure swing adsorption)Adsoptions-Feststoff, z.B. Molekularsieb20%
andere Verfahren zusammenu.a. Polyglykol bzw. spezielle Membranen 20%

Druckwasserwäsche
Hier nutzt man den Effekt, dass sich Kohlendioxid und auch Schwefelwasserstoff bei Druck (bis 10 bar) in größerem Umfang in Wasser lösen als Methan. Das mit den Nebenkomponenten belastete Wasser wird regeneriert, indem ausserhalb des Gaskreislaufs Luft durch das Wasser geblasen wird. Die Nebenkomponenten werden dann mitgerissen und in die Atmosphäre geblasen.
Amin-Wäsche
Da sich Kohlendioxid wie auch Schwefelwasserstoff bereitwillig in Aminen lösen, braucht es hier - im Gegensatz zur DWW - nur eines geringen Überdrucks. Für die Regeneration wird die Amin-Lösung bei erhöhter Temperatur durchblasen.
Druckwechseladsorption
Hier wird der chemisch-physikalische Effekt genutzt, dass die meisten Chemikalien unter Druck (5-7 bar) eine stärker Bindung mit Feststoffen eingehen als Methan. Nach Druckentlastung verlässt daher das Methan die Druckkammer schneller als die Nebenkomponenten. Für eine kontinuierliche Prozessführung müssen zwei Druckkammern nebeneinander betrieben werden, wobei immmer eine Kammer mit Überduck befüllt wird, während die andere Kammer das Methan und dann - abgetrennt - die Nebenkomponenten entlässt. Diese Einschränkung ist aber apparativ relativ einfach zu Umgehen. Das andere Problem bestaht darin, dass die verwendeten Adsoptionsmaterialien (zB. Zeolithe) durch Wasser deaktiviert werden. Das eingesetzte Rohgas muss also trocken sein, was evtl. bedeutet, dass der Trocknungsschritt (siehe nächster Abschnitt) vorgezogen werden muss.

Klimatechnisch bzw. ökologisch als grenzwertig bis problematisch bzw. kritisch zu bewertende Aspekte der Biogas-Technologie

Bild Zuletzt bearbeitet 12.09.2022  Auswahl der eingesetzten Biomasse
Theoretisch eignen sich alle Materialien, die tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind als Rohstoff für die Biogas-Produktion. Praktisch gibt es allerdings deutliche Grenzen, denn es sind nicht alle Biomassettypen gleich effizient fermentierbar. Ausgerechnet Maispflanzen, die bekanntlich beim Wachstum nicht nur hohe Wassermengen benötigen, sondern den Boden auch regelrecht auslaugen (Nährstoffe schnell entziehen) eignen sich besonders für die Biogas-Produktion. Relativ ineffizient ist dagegen der Einsatz von Gülle, also dem Gemisch aus Kot und Urin von Vieh (z.B. Schweine, Rinder). Andererseits ist Bodendüngung mit den Gärresten des Bioreaktors weitgehend problemlos möglich, während die Ausbringung der Gülle wegen der damit verbundenen Überdüngung der Oberflächengewässer deutlich beschränkt ist, um das Umkippen von Flüssen und Seen samt Tod aller dort lebenden Fische zu verhindern. Für einen Viehzüchter dient somit die relativ ineffiziente Bio-Gasproduktion in erster Linie zur Reduktion seiner Güllemengen.
Nutzung des Biogases
Ein Teil des gewonnenen Gases wird ...

Herstellung von Bio-Alkohol

Bild Zuletzt bearbeitet 12.09.2022  XXXXX