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AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
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-> "electricitymap.org" - "Klimaeinfluss der Regionen"!

9.2.021: "Globale Energiewende im Schnelldurchlauf" - !

20.9.020, FREIBURG: Rathaus ist größtes öffentliches Netto-Nullenergie-Gebäude Europas!

Warum sind neue Formen der Energiegewinnung so wichtig?

Wir alle wollen mit dem gleichen Luxus weiterleben, den wir auch heute schon genießen. Dabei geht es nicht um dekadente Auswüchse, sondern um die Annehmlichkeiten des täglichen Lebens, so wie wir es heute kennen.

Ein mit kalten und nassen Wohnungen im Winter und ohne Elektrizität ist keine vernünftige Option. Im Gegenteil, wir werden immer mehr Energie benötigen, um uns weiterentwickeln zu können. In der Schule werden Computer (Strom!) schon hoffentlich bald zur Standardausrüstung gehören. Und Mobilität (Reisen bildet!) wird auch zukünftig unser Leben bestimmen. Sobald die Distanzen größer werden, geht es nicht ohne Motorkraft und dafür braucht es Energie!

Aber mehr Energie bedeutete bis zum heutigen Tag auch jeweils immer mehr Schaden für die Umwelt (z.B. durch Freisetzung von CO2), oftmals mit extrem langfristigen Effekten. Der zu beobachtende Klimawandel ist ein Resultat davon, denn die Weltkugel ist endlich und alle negativen Entwicklungen kommen zurück auf uns! Wir müssen uns neu orientieren. Energiegewinnung muss klimaverträgich werden ... und soll gleichzeitig unsere Lebensfläche auf diesem Planeten nicht einengen.

CO2-Äquivalente verschiedener Energieträger

Der Treibhauseffekt in der Atmosphäre wird am einfachsten über CO2-Äquivalente ausgedrückt. Werden bei der Nutzung der Energie neben CO2 noch andere Gase freigesetzt, dann werden diese Mengen an Fremdgasen entsprechend dem Treibhauseffekt mit einem Faktor multipliziert und somit auf CO2-Äquivalente umgerechnet.
Je nach Energieträger und der Herstellung des jeweiligen "Treibstoffs", sind die CO2-Äquivalente deutlich unterschiedlich. In der nachfolgenden Tabelle des WWF werden die entsprechenden Werte pro kWh angegeben.

TreibstoffGramm CO2-Äquivalente/kWh
Braunkohle408
Steinkohle 433
Heizöl 302
Flüssiggas285
Erdgas 254
Holzpellets 33
Holzhackschnitzel 29
Strom (Strommix_2019)ca. 400
Hinweis: die Jahr-zu-Jahr-Änderung
des Strommixes, wie in der Graphik oben
dargestellt, wurde berücksichtigt.

Lokale Energiegewinnung im Markgräflerland?
Geht das überhaupt? - Klar geht das!

... und zwar ohne Einschränkungen unseres täglichen Lebens!

Aber etwas darüber nachdenken muss man schon.

1. DENKSCHRITT: Welche natürlichen Ressources gibt es überhaupt? Welche Nutzungen sind im Markgräflerland grundsätzlich denkbar?

2. DENKSCHRITT: Welche Energieform steht immer dann zur Verfügung, wenn man Energie braucht? Welche Möglichkeiten der (ökonomisch sinnvollen) Energievorratshaltung gibt es, die für die ausgesuchten natürlichen Ressourcen verwendet werden können?

3. DENKSCHRITT: Ausarbeitung der Potentiale und der dazugehörenden Kosten im Detail. --> Hierzu bitte die nachfolgenden Kapitel lesen.

4. DENKSCHRITT: Wie können die Gedanken Wirklichkeit werden? Was haben andere schon gemacht? Wie sieht der KLIMAPLAN aus?

Regionale Energiebereitstellung: "Kraftwerk"-Verbraucher-Vergleiche

AnzahlSTROMPRODUKTION bzw.
STROMVERBRAUCH
Jahresproduktion
1Windrad (5 MW; ca 150 m Flügeldurchmesser)
bei 15% Volllaststunden pro Jahr
(typisch für Baden-Württemberg)
6'570'000 kWh/a
12-Personen-Haushaltsverbrauch
(Deutscher Durchschnitt)
2'900 kWh/a
126 m2-PV-Dachanlage = 3.2 kWp
(typisch für ein 1-Familien-Hausdach)
2'900 kWh/a
2265 x26 m2-PV-Dachanlage = 3.2 kWp
(typisch für ein 1-Familien-Hausdach)
6'570'000 kWh/a
(~1 Windrad)

AnzahlWÄRMEPRODUKTION bzw.
WÄRMEBEDARF
Jahresproduktion
1Geothermiebohrung
(wie von der Badenova vorgesehen)
120'000'000 kWh/a
bis
160'000'000 kWh/a
1Holzwärme Müllheim
(Schnitzelkraftwerk)
11'000'000 kWh/a
12 xHolzwärme Müllheim
(Schnitzelkraftwerk)
132'000'000 kWh/a
(~1 x Geothermie)
1KfW Effizienzhaus 70
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 60 kWh/m2)
8'400 kWh/a
16'650 xKfW Effizienzhaus 70
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 60 kWh/m2)
140'000'000 kWh/a
(~1 x Geothermie)
1Einzelaus; Baujahr 1978-2002
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 100 kWh/m2)
14'000 kWh/a
10'000 xEinzelaus; Baujahr 1978-2002
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 100 kWh/m2)
140'000'000 kWh/a
(~1 x Geothermie)
1Altbauhaus bis Baujahr 1977
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 150 kWh/m2)
21'000 kWh/a
6'650 xAltbauhaus bis Baujahr 1977
(140 m2 Wohnfläche; Jahr: 150 kWh/m2)
140'000'000 kWh/a
(~1 x Geothermie)

Wegweiser: Ein KLIMAPLAN für Müllheim

Die wichtigsten Sachbezogenen Ziele sind

  • Photovoltaik alleine in Müllheim um mindestens 20'000 m2 (oder mehr) ausbauen bis 2030.  
  • Windkraft neu denken! Die möglichen Windkraftanlagen wurden abgelehnt mit Hinweis auf die Schönheit der Landschaft. Aber was ist der bleibende Wert der Schönheit der Landschaft, wenn die Bäume absterben? Soll der Schwarzwald so aussehen, wie heute Bergketten in Griechenland und Spanien, nämlich weitgehend baumlos und kahl?  
  • Geothermie neu denken!  
  • ....  
Der Weg zur Wirklichkeit:
  • Alle Schulen: konkrete Projekte/Aktionen zum Klimaplan ausarbeiten & öffentlich vorstellen  
  • Müllheim: Ratsbeschluss  
  • Neuenburg: Ratsbeschluss  
  • Auggen: Ratsbeschluss  
  • Sulzburg: Ratsbeschluss  
  • Staufen: Ratsbeschluss  
  • Münstertal: Ratsbeschluss  
  • GVV Müllheim-Auggen-Sulzburg: Grundlegende Beschlüsse  
  • GVV Staufen-Münstertal: Grundlegende Beschlüsse  
  • Stadtwerke Müllheim-Staufen: Detailplan zur Nutzung alternativer Energiequellen  
  • ....